In einem zweistufigen Verfahren wurden die Gewinner in einer ersten und zweiten Jurysitzung ermittelt. Im ersten Durchlauf war die Einreichung eines Potentialpapiers notwendig, in dem die Teilnehmer anhand von vorgegebenen Leitfragen ihre Idee beschreiben konnten. Eine 7-köpfige Jury ermittelte die besten zehn schriftlichen Einreichungen, die dann zu einer zweiten Runde gebeten wurden und dort eingeladen waren, ihre Idee vor einer zweiten 5-köpfigen Jury persönlich zu präsentieren. Bewertet wurde nach den Kriterien Innovationsgrad, Kundennutzen, Marktpotential, Alleinstellungsmerkmal und Entwicklungsrisiko.
Die Sieger
Unter den besten zehn die präsentieren durften, befanden sich Ideen aus allen fünf akademischen Einrichtungen, abgedeckt wurden die unterschiedlichsten Branchen und Gebiete - die Bandbreite war beeindruckend. Die überzeugendste Darstellung gelang Ing. Reinhard Hofer. Er möchte ein innovatives Sonnenschutzsystem auf den Markt bringen, das sonnendurchflutete Räume bei Bedarf verdunkelt und beschattet - ganz ohne Rollladen, Markise oder Vorhang. Belohnt wurde diese Geschäftsidee mit dem Hauptpreis von € 3.000,--.
Die Architektin Valentine Troi - wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dissertantin am Institut für experimentelle architektur.hochbau der Universität Innsbruck, erklomm den zweiten Platz der Siegertreppe und konnte sich gemeinsam mit ihren drei Miteinreichern Stefan Strappler, Georg Wieser und Michael Zopf über € 1.500,-- freuen. Mit superTex, einem neuartigen high-tech Bauwerkstoff für die Architektur, hat sie bereits eine Patentanmeldung vorzuweisen und für die Zukunft noch vieles vor.
Platz drei und somit einen Gewinn von € 800,-- erreichte Mag. Sandra Lucia Gabrielli, eine Einreicherin aus dem großen Kreis der AbsolventInnen der Universität Innsbruck. Beim eingereichten Projekt handelt es sich um einen E-Learning Fremdsprachenkurs, der speziell auf die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen zugeschnitten ist.
Die Plätze vier und fünf belegten Teilnehmer aus UMIT und Medizinischer Universität Innsbruck mit gesundheitslastigen Themen. Christine Ellinger aus Braunau am Inn, baldige Absolventin des Masterstudiums Gesundheitswissenschaften an der UMIT, konnte sich beim CAST award über den vierten Platz und damit verbundenen € 500,-- freuen. Mit ihrem Projekt, einem ambulanten Adipositaszentrum im Bezirk Braunau, möchte sie Kindern und Jugendlichen bei ihren gewichtigen Problemen zur Seite stehen. Der fünfte Platz, ebenfalls mit € 500,-- dotiert, ging an Univ.-Prof. Dr. Reinhard Höpfl, leitendem Oberarzt an der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Universität. Prof. Höpfl hat einen Hauttest zum Nachweis einer Immunreaktion gegen krebserregende Papillomviren entwickelt.
Unter den zehn besten
Auch wenn es für die besten fünf am Schluss nicht gereicht hat, waren auch die übrigen fünf Ideen hochkarätige Einreichungen, die sich letztlich den sechsten Platz und eine mehr als erfolgreiche Teilnahme am CAST award 2009 - ein ideenwettbewerb teilen durften. Zu den Finalisten zählten Mag. (FH) Stefan Pletzer und Klaus Vogler (SPANA-Spielanalyse); Sara Vinatzer und Team (Miramonti Alpine Center); Mag. Thomas Wanner und Mag. Florian Ladstätter (Ethical Advertising); Sebastian Dimmeler (hotelfilm.tv) und Mag. Gerhard Zangerl (Akustische Liege).
"Die große Bandbreite an eingereichten Ideen war bemerkenswert", sagt Christian Mathes vom CAST. "Wir freuen uns, dass so viele die Möglichkeit genutz haben, ihre Idee einer Jury vorzulegen und von dieser auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen zu lassen." Aber: eine Idee ist nichts wert, wenn man sie nicht umsetzt. Es liegt nun an den Teilnehmern, die nächsten Schritte hin zur Verwirklichung und Umsetzung zu unternehmen. Dabei steht das CAST jederzeit gerne beratend zur Verfügung. Der von der Tiroler Zukunftsstiftung und CAST ausgerichtete Businessplanwettbewerb adventure X, der diesen Herbst wieder startet, bietet die optimale Gelegenheit die im CAST award 2009 zum Leben erweckte Idee in einen Businessplan umzumünzen und den nächsten Schritt in Richtung Realisierung zu wagen. Nähere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.
Links:
Tiroler Zukunftsstiftung
adventureX
iPoint
Universitätsklinik für Dermatologie und Vererologie Innsbruck



